Der Seeuferweg in Zürich

Eine Spazierlandschaft der Moderne von 1963

Ein Denkmal schweizerischer Landschaftsarchitektur: Diese Publikation ist die erste vollständige Würdigung der modernen Gartenanlage am Zürichsee. Mit Faksimile des Originalplans als 2,5 Meter langes Leporello.

 

 

Titelinformation

Brigitt Sigel und Erik A. de Jong

1. Auflage

, 2010

Broschiert

88 Seiten, 45 farbige und 45 sw Abbildungen, 4 Pläne, Faksimile des Originalplans als Faltbeilage

21 x 30 cm

ISBN 978-3-85881-250-6

Inhalt

Der 1963 neu gestaltete Seeuferweg Zürichhorn ist ein Schlüsselwerk der Schweizer Landschaftsarchitektur. Mit seinem Konzept erneuerte der Landschaftsarchitekt Willi Neukom (1917–1983) den traditionellen Spaziergang am Wasser: Keine Uferpromenade im Stil des 19. Jahrhunderts, sondern ein Weg aus Steinplatten direkt am See ermöglichte mit überraschenden Aussichten auf Wasser und Berge eine neue Erfahrung der Uferlandschaft. Das Projekt erfüllte die damals von Architekten und Künstlern erhobene Forderung nach einer funktionalen und modernen Gestaltung, ohne die Natur, die Pflanzenvielfalt und die Einbettung in die Umgebung zu vernachlässigen.

Diese Publikation gibt einen Einblick in die Situation der europäischen Landschaftsarchitektur in den Jahren um die Schweizerische Gartenbau-Ausstellung G/59, als die japanische Gartenkunst, die funktionalistische Parkbewegung Schwedens und die zeitgenössische Kunst für die Landschaftsarchitekten wichtige Inspirationsquellen waren.

Autoren & Herausgeber

Erik A. de Jong

Brigitt Sigel

, Kunsthistorikerin. Langjährige Mitarbeiterin am Institut für Denkmalpflege der ETH Zürich mit Forschungsschwerpunkt Denkmalpflege in historischen Gärten. Heute in den Bereichen Gartendenkmalpflege sowie Gartenkunstgeschichte freiberuflich tätig.

Echo

«Beinahe vergisst man die gestaltende Hand hinter der harmonisch wirkenden Landschaft. Es war deshalb höchste Zeit, ihre Schöpfer mit einer reich illustrierten Monografie zu würdigen.» Urs Steiner, Neue Zürcher Zeitung

 

«Seltenheitswert hat diese Publikation auch dahingehend, als ein Projekt sowohl in seinem garten- und disziplingeschichtlichen Kontext als auch seinen baulich-typologischen Elementen untersucht wird. Dieses schlanke und überaus dichte Werk stellt eine international bedeutende garten- und disziplingeschichtliche Forschungsarbeit einer noch wenig differenziert betrachteten Phase europäischer Gartenkunst dar.» Anita Drexel, Mitteilungen der österreichischen Gesellschaft für historische Gärten

 

«Die Magie, wie sie Autorin und Autor beim Beschreiten des Weges empfinden, wurde gekonnt und überzeugend umgesetzt, um einer Leser- wie auch Spaziergängerschaft die Augen zu schulen und das Wissen darob zu vertiefen, um die Poetik des Ortes weiterhin wahrzunehmen.» Thomas Freivogel, Topiaria Helvetica

 

«Die reich bebilderte Monografie macht deutlich, dass der Seeuferweg am Zürichhorn durchaus als Meisterwerk schweizerischer und europäischer Landschaftsarchitektur der Moderne bezeichnet werden kann.» Gina Attinger, Kontacht Quartiermagazin Kreis 8