Gestern, Flugsand

Schriften

Alberto Giacomettis Notizen und Gedanken zu Alltäglichem, Existenziellem und zur Kunst: Ein anderer Zugang zum Werk des Bildhauers und Malers.

 

 

Titelinformation

Alberto Giacometti. Mit einleitenden Texten von Michel Leiris und Jacques Dupin. Herausgegeben von Mary Lisa Palmer und François Chaussende

Neuausgabe der 1. Auflage

, 2006

Gebunden

304 Seiten, 15 sw Abbildungen und 38 Faksimiles der Originalveröffentlichungen Alberto Giacomettis

14 x 21.5 cm

ISBN 978-3-85881-178-3

Inhalt

In seinen Schriften kehrt Alberto Giacometti immer wieder zu Themen und Fragen zurück, die ihn intensiv beschäftigen. Welche Bedeutung Freundschaften, die Liebe, Träume, bestimmte Objekte oder Landschaften, seine Herkunft und die Familie, aber auch Strassen, Bordelle oder Museen in seinem Leben und Schaffen hatten, wird deshalb in seinen Notizen deutlich. «Im Grunde genommen gibt es für mich keine Kluft zwischen Schreiben und Malen», sagte Alberto Giacometti einmal. «Die Zeichen des geschriebenen Textes sind nur Zeichen für das, was sie nicht sind.»
Dieses Buch versammelt Alberto Giacomettis Aufzeichnungen aus Heften und Notizbüchern, Gedanken aus Tagebüchern, Traumfragmente sowie Überlegungen zu seiner Arbeit. Gespräche mit Kritikern und Freunden belegen zudem seine Offenheit und sein Bedürfnis zu debattieren, seine Fähigkeit zuzuhören und mit Humor und Gedankenschärfe auf sein Gegenüber einzugehen. Eine erweiterte Sicht auf Giacomettis Werk wird möglich.

Autoren & Herausgeber

François Chaussende

, Autor und Herausgeber mehrerer Bücher, u.a. über Alberto Giacometti.

Jacques Dupin

 (*1927, Privas), französischer Dichter, Schriftsteller und Kunstkritiker. Tätigkeit für verschiedene Galerien, u.a. Fondation Maeght und Galerie Lelong. 1988 französischer Nationalpreis für Poesie.

Alberto Giacometti

 (1901–1966), Bildhauer und Maler. Kunststudium an der École des Beaux-Arts und an der École des Arts Industrielles in Genf, ab 1922 an der Académie de la Grande Chaumière. Als Hauptwerke gelten die Femme cuillière (1926/27) oder L'Homme qui marche (1960). 1942–1945 Atelier in Genf, dann wieder in Paris. Regelmässige Rückkehr in seine Heimat Stampa und Maloja. 1962 Grosser Skulpturenpreis der Biennale in Venedig und umfassende Werkschau im Kunsthaus Zürich. 1965 Retrospektiven u.a. im New Yorker Museum of Modern Art und Gründung der Alberto Giacometti-Stiftung in Zürich.

Michel Leiris

 (1901–1990), Schriftsteller und Ethnologe. Studium der Naturwissenschaften, Mitglied der Surrealisten. Autor von Essays, Gedichten und Studien zur Psychoanalyse und Ethnologie, u.a. L'Afrique fantôme (1934) oder die autobiografische Studie L'Age d'homme (1939).

Mary Lisa Palmer

, ab 1972 Sekretärin von Alberto Giacomettis Ehefrau Annette und Direktorin des Vereins Giacometti, der Vorgängerorganisation der 2003 gegründeten Fondation Alberto et Annette Giacometti.

Echo

«Kein Liebhaber des plastischen Werks und der Zeichnungen Giacomettis wird auf den Band verzichten wollen.» Peter Iden, Frankfurter Rundschau

 

«Dieses sehr persönliche, offene Schreiben – von surrealistischen Sprach- und Bildexperimenten bis zu Gedanken über einzelne Werke oder das Auto als Objekt – erschliesst eine weitere Dimension im vieldimensionalen Werk des Bergellers.» Konrad Tobler, Berner Zeitung

 

«Giacomettis Aufsätze, zu seinen Lebzeiten in Zeitschriften veröffentlicht, versammeln Erinnerungen an die Kinder- und Jugendjahre im schweizerischen Bergell, reflektieren die eigene Kunst und berühren mit liebenswürdigen, respektvollen Annäherungen an die Arbeit von Zeitgenossen wie Henri Laurens oder Georges Braque und an die Meisterwerke der Kunstgeschichte.» Ruth Händler, art