Expressionismus aus den Bergen

Ernst Ludwig Kirchner, Philipp Bauknecht, Jan Wiegers und die Gruppe Rot-Blau

Ernst Ludwig Kirchner im Dialog mit Künstlerfreunden: Ein Bildband, der Kirchners Vorreiterrolle und seinen Einfluss auf andere Künstler beleuchtet.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Beat Stutzer, Samuel Vitali, Han Steenbruggen und Matthias Frehner

1. Auflage

, 2007

Gebunden

320 Seiten, 234 farbige und 109 sw Abbildungen

23 x 28 cm

ISBN 978-3-85881-190-5

In Zusammenarbeit mit Kunstmuseum Bern, Bündner Kunstmuseum Chur, Groninger Museum

Inhalt

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Mitbegründer der Künstlervereinigung Die Brücke, liess sich 1918 in Davos nieder, wo er in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre von mehreren jüngeren Künstlern besucht wurde. Die Auseinandersetzung mit dem bedeutenden Expressionisten in den Bergen wurde zum prägenden Einfluss für den deutschen Maler Philipp Bauknecht (1884–1933), den holländischen Maler und Bildhauer Jan Wiegers (1893–1959) und die Künstler der Basler Gruppe Rot-Blau, Paul Camenisch (1893–1970), Albert Müller (1897–1926) und Hermann Scherer (1893–1927).
Dieses mit zahlreichen Abbildungen illustrierte Buch thematisiert zum ersten Mal den Dialog zwischen Kirchner und seinen Künstlerfreunden. Die Gliederung der Werke in Berglandschaften, Porträts, Skulpturen und Akte veranschaulicht die Auseinandersetzung mit Kirchners Motiven, Formensprache und Farbigkeit. Deutlich werden jedoch auch die je eigene Schaffenskraft und die autonome Werkentwicklung dieser Künstler. Das Buch erschien zu Ausstellungen im Kunstmuseum Bern, im Groninger Museum und im Bündner Kunstmuseum Chur.

 

Mit Beiträgen von Kathleen Bühler, Matthias Frehner, Wolfgang Henze, Roland Scotti, Peter Suter, Han Steenbruggen, Beat Stutzer, Samuel Vitali sowie dem kommentierten Text von Georg Schmidt «Gang durch die Winterthurer Kirchnerausstellung» (1924).

 

English edition

Autoren & Herausgeber

Kathleen Bühler

 (*1968, Bülach), seit 2009 Kuratorin für Gegenwartskunst am Kunstmuseum Bern. Studium der Kunstgeschichte, Filmwissenschaft und Philosophie. 2005–2008 Konservatorin am Bündner Kunstmuseum Chur. Zuvor Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, am Kunstmuseum des Kantons Thurgau Kartause Ittingen, am Schweizerischen Landesmuseum und an der Flick Collection in Zürich.

Matthias Frehner

 (*1955, Winterthur), seit 2002 Direktor des Kunstmuseum Bern. Studium der Kunstgeschichte, Deutschen Literatur und Klassischen Archäologie an der Universität Zürich. 1988–1996 Konservator der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur. 1990–1996 Sekretär der Gottfried Keller-Stiftung. 1996–2002 Kunstredaktor der Neuen Zürcher Zeitung.

Wolfgang Henze

 (*1944, Roetgen), Kunsthistoriker, Galerist (Galerie Henze & Ketterer) und seit 2008 Präsident der Stiftung Kunst³ für das LWL Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. 1964–1969 Studium der Kunstgeschichte in München. Betreuung künstlerischer Gesamtwerke und Künstlerarchive, u.a. von Ernst Ludwig Kirchner. 1993–2002 Mitglied des Stiftungsrats der Sammlung Karl und Jürg im Obersteg.

Georg Schmidt

 (1896–1965), Kunsthistoriker. 1939–1961 Direktor des Kunstmuseum Basel.

Roland Scotti

 (*1957, Ludwigshafen), seit 2006 Kurator des Museum Liner/Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell. Studium der Kunstgeschichte, Ostasiatischen Kunst und Romanistik. Als Ausstellungsmacher, Fernsehredaktor, Schriftsteller tätig. 1997–2006 Kurator des Kirchner Museum Davos.

Han Steenbruggen

 (*1960, Deventer, Holland), Kurator im Museum Belvédère in Heerenveen-Oranjewoud/NL. Davor Konservator für Bildende Kunst des 20. Jahrhunderts am Groninger Museum in Groningen. Studium der Kunstgeschichte an der Rijksuniversität Groningen.

Beat Stutzer

 (*1950, Altdorf), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. 1982–2011 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 Konservator des Segantini Museums St. Moritz. 2004–2008 Präsident der Eidgenössischen Kommission der Gottfried Keller-Stiftung. Zahlreiche Ausstellungen und Texte zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Publikationen u.a. zu Andrea Garbald, Augusto, Giovanni und Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Giovanni Segantini.

 

Peter Suter

 (*1948, Basel), Kurator, Essayist und Künstler. Studium der klassischen Archäologie in Basel und München. Verschiedene Publikationen zur Schweizer Kunst.

Samuel Vitali

 (*1968, Zürich), seit 2010 Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Florenz. 2004–2010 Konservator am Kunstmuseum Bern. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Russistik in Zürich. 1997–1999 Doktorandenstipendium der Bibliotheca Hertziana, anschliessend Mitglied des Schweizerischen Instituts in Rom. 2001–2004 freier Mitarbeiter der Galleria d’Arte Moderna, Bologna. 2002–2004 Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich.

Echo

«Brilliert der Verlag Scheidegger & Spiess wieder mit einer nahezu unerreichten Druckqualität, was die Farben der Bildvorlagen angeht, reichen die Beiträge über den temporär relevanten Ausstellungskatalog hinaus. Selten sind die Fäden so weit ausgerollt worden.» Günter Baumann, www.portalkunstgeschichte.de