Manon – Eine Person

Eine Pionierin der europäischen Performance- und Fotokunst

Mit ihren sinnlichen Environments und Installationen betrat Manon 1974 die Bühne der Kunstwelt. Die bilderreiche Monografie zum Werk der Künstlerin.

 

 

Titelinformation

Idee und Konzept: Brigitte Ulmer, Simon Maurer. Mit Beiträgen von Jean-Christophe Ammann, Jörg Heiser, Amelia Jones, Brigitte Ulmer und Gianni Jetzer

1. Auflage

, 2008

Gebunden (Flexcover)

278 Seiten, 134 farbige und 137 sw Abbildungen

19.5 x 27.5 cm

ISBN 978-3-85881-205-6

In Zusammenarbeit mit dem Helmhaus Zürich und dem Swiss Institute, New York

Inhalt

Die Schweizer Künstlerin Manon (*1946) wurde 1974 mit der Installation Das Lachsfarbene Boudoir schlagartig bekannt. In ihren Environments und Fotoserien thematisierte sie den gesellschaftlichen Umbruch, die Liberalisierung der Sexualität und die Geschlechterstereotypen – lange bevor dies in der Kunst üblich wurde. Manons künstlerische Arbeit nährte sich dabei aus ihren Erfahrungen als Model für Kleider und BHs sowie als Designerin eigener Mode. Ihre radikalen Performances und konzeptionellen Fotoserien sicherten ihr die Beachtung der internationalen Kunstwelt, doch ging ihre Ausstrahlung darüber hinaus.
Das vorliegende Buch ist die erste umfassende Monografie zu Manons gesamtem Schaffen von den ersten Fetischbildern über viele noch nie publizierte Aufnahmen ihrer Performances bis zu den neusten Fotoarbeiten, kommentiert von Texten renommierter Kunstkritiker und Kuratoren. Das Buch erschien zu Ausstellungen im Helmhaus Zürich und im Swiss Institute, New York.

 

English edition

Autoren & Herausgeber

Jean-Christophe Ammann

 (1939–2015), Kunsthistoriker und Kurator. Studium der Kunstgeschichte, christlichen Archäologie und Deutschen Literatur an der Universität Fribourg. 1967/68 Mitarbeiter des Kurators Harald Szeemann an der Kunsthalle Bern. 1968–1977 Leiter des Kunstmuseums Luzern. 1978–1988 Leiter der Kunsthalle Basel. 1989–2001 Direktor des Museums für moderne Kunst in Frankfurt a.M.

Jörg Heiser

 (*1968), Co-Chefredaktor der englischen Kunstzeitschrift Frieze. Kurator, Gastdozent an der Universität Linz und freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung. Autor des Buchs Plötzlich diese Übersicht: was gute zeitgenössische Kunst ausmacht (2007).

Gianni Jetzer

, Kurator, Kunstkritiker und seit 2006 Leiter des Swiss Institute in New York. 2001–2006 Direktor der Kunsthalle St. Gallen.

Amelia Jones

, Professorin für Kunstgeschichte an der University of Manchester. Autorin des Standardwerks Body Art/Performing the Subject.

Simon Maurer

, Kurator und Leiter des Helmhaus Zürich und Ressortleiter Bildende Kunst im Präsidialdepartement der Stadt Zürich. Davor freier Mitarbeiter im Kunsthaus Zürich, wissenschaftlicher Assistent an der Graphischen Sammlung der ETH Zürich und Kunstkritiker beim Tages-Anzeiger.

Brigitte Ulmer

 (*1963), Kunstpublizistin. Studium der Geschichte, Publizistik und Politologie an der Universität Zürich sowie der Kunstgeschichte am Goldsmiths College in London. Seit 2001 Journalistin u.a. für Bilanz und artnet.

Echo

«Eine hervorragend subjektive und doch so klar strukturierte Monografie.» Thomas Hirsch, Düsseldorfer Hefte

 

«Wer mehr über das Zeittypische in Manons Kunst – sie begann ihre Selbstinszenierungen zeitgleich mit Cindy Sherman – und das Wegweisende für Künstlerinnen wie Pipilotti Rist erfahren möchte, der sei auf die vorzügliche, erste umfassende Monografie verwiesen.» Alice Henkes, Der Bund

 

«Eine Künstlerbuch-Monografie, welche die Handschrift der Künstlerin trägt und viel Material in spannender Abfolge zugänglich macht.» Ursula Badrutt Schoch, St. Galler Tagblatt

 

«Und jetzt kommt der Überblick als vielseitige Monografie im Verlag Scheidegger & Spiess. Manon hat hierfür mit der Kuratorin Brigitte Ulmer längst Abgelegtes, ja gar Verschollenes reaktiviert. Legendäres wird jetzt mit Fakten untermauert und Manon wird als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Frauen-Aufbruchzeit erlebbar gemacht.» Anneliese Zwez, Mittelland Zeitung

 

«Eine Avantgardistin pur, die nicht nur die feministische Diskussion um Frauenbild und –rolle vorausnahm, sondern auch die Personifizierungen einer Cindy Sherman oder die Thesen der Gender-Debatte.» Doris Senn, FraZ – Frauenzeitung