Alberto Giacometti

Jean Genet war ein häufiger Gast im Pariser Atelier von Alberto Giacometti und gehört zu den Wenigen, die von ihm porträtiert wurden. Dieses Buch vereint Fotografien von Ernst Scheidegger und einen Essay des Dichters über Alberto Giacometti.

 

 

Titelinformation

Jean Genet. Mit Zeichnungen von Alberto Giacometti und Fotografien von Ernst Scheidegger

Unveränderte Neuausgabe

, 2004

Gebunden

80 Seiten 16 Zeichnungen und 19 sw-Fotografien

22 x 28.5 cm

ISBN 978-3-85881-051-9

Inhalt

Neben den Dichtern, die malen, und den Malern, die dichten – wie Alberto Giacometti in früheren Jahren –, gibt es die Dichter, die über Maler schreiben: so zum Beispiel der Franzose Jean Genet. Er traf sich regelmässig mit Alberto Giacometti (1901–1966) in dessen Atelier. Was er bei diesen Begegnungen erlebte und dachte, hielt er in Form eines Dialogs fest. Das äussere Zwiegespräch fand im Atelier zwischen dem Bildhauer und Maler und dem Schriftsteller statt, das innere zwischen Genet und dem Werk Giacomettis. Entstanden ist ein virtuoses Geflecht aus Beobachtungen und Gedanken sowie Kommentaren oder Entgegnungen von Alberto Giacometti. Genet erfasste auf diese Weise die Suche Giacomettis nach dem vollkommenen Werk und offenbarte zugleich seine eigenen Emotionen und die Faszination, welche die Arbeiten dieses grossen Künstlers in ihm hervorriefen.
Alberto Giacometti ist das erste Buch, das Ernst Scheidegger als Verleger herausbrachte. Seine Porträts gehören zu den besten Fotografien von Alberto Giacometti überhaupt.

Autoren & Herausgeber

Jean Genet

 (1910–1986), Schriftsteller. Fürsorgezögling und Fremdenlegionär. Zu lebenslänglicher Haft verurteilt, beginnt er zu schreiben. Durch die Fürsprache von Jean-Paul Sartre und Jean Cocteau entlassen, führt er ein unruhiges Leben in Paris.

Alberto Giacometti

 (1901–1966), Bildhauer und Maler. Kunststudium an der École des Beaux-Arts und an der École des Arts Industrielles in Genf, ab 1922 an der Académie de la Grande Chaumière. Als Hauptwerke gelten die Femme cuillière (1926/27) oder L'Homme qui marche (1960). 1942–1945 Atelier in Genf, dann wieder in Paris. Regelmässige Rückkehr in seine Heimat Stampa und Maloja. 1962 Grosser Skulpturenpreis der Biennale in Venedig und umfassende Werkschau im Kunsthaus Zürich. 1965 Retrospektiven u.a. im New Yorker Museum of Modern Art und Gründung der Alberto Giacometti-Stiftung in Zürich.

Ernst Scheidegger

 (1923–2016). Frühe Tätigkeit als Fotograf für die Agentur Magnum. 1956/57 Unterricht mit Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und in Ahmedabad (Indien) Aufbau einer Schule für Design. 1960–1988 Redaktor der Bildbeilage «Das Wochenende» der Neuen Zürcher Zeitung, Galerist und Dokumentarfilmer. 1962 Gründung des Verlags Ernst Scheidegger. 1997 zusammen mit Heiner Spiess Neugründung des Verlags unter dem Namen Verlag Scheidegger & Spiess.

Echo

«Kein anderer Text enthält so viel von Giacomettis Denkart und Lebensweisheit. Und selten wurde so direkt, so bestimmend über einen Bildhauer, über Plastik geschrieben.» Manuel Gasser, Die Weltwoche