Spuren einer Begegnung

Joan Miró in Katalanien

Joan Miró, wie ihn bis jetzt niemand gesehen hat: Ernst Scheidegger begleitete den Maler, Grafiker und Bildhauer an die für sein Leben und Werk wichtigsten Orte. Ein einmaliger Fotoessay.

 

 

Titelinformation

Text und Fotografien von Ernst Scheidegger

1. Auflage

, 1993

Gebunden

192 Seiten, 1 farbige und 243 sw Abbildungen

26 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-074-8

Erschienen im Verlag Ernst Scheidgger

Inhalt

Der Schweizer Fotograf Ernst Scheidegger lernte 1943 Alberto Giacometti kennen und begann bald darauf, ihn zu porträtieren. Als er Ende der 1940er-Jahre – er lebte damals in Paris – Giacometti im Café Deux Magots eine Schachtel mit Porträts zeigte, schaute noch ein anderer Künstler zu: Joan Miró (1893–1983). Angesichts dieser Bilder verlor der üblicherweise reservierte Katalane seine Zurückhaltung und lud den Fotografen nach Spanien ein.
Zwischen 1950 und 1953 reiste Ernst Scheidegger mehrere Male nach Katalanien, wo er von Miró an die Orte geführt wurde, die in seinem Leben und für sein Werk eine Rolle spielten: das elterliche Landgut bei Montroig, das Fischerdorf Cambrils, das felsige Land, die Olivenhaine, das Meer und die Stadt Barcelona. Entstanden ist so ein umfassendes Porträt des populären Künstlers und seines Umfelds.

Autoren & Herausgeber

Ernst Scheidegger

 (1923–2016). Frühe Tätigkeit als Fotograf für die Agentur Magnum. 1956/57 Unterricht mit Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und in Ahmedabad (Indien) Aufbau einer Schule für Design. 1960–1988 Redaktor der Bildbeilage «Das Wochenende» der Neuen Zürcher Zeitung, Galerist und Dokumentarfilmer. 1962 Gründung des Verlags Ernst Scheidegger. 1997 zusammen mit Heiner Spiess Neugründung des Verlags unter dem Namen Verlag Scheidegger & Spiess.

Echo

«Dank der vielen einfühlsamen Fotografien von Ernst Scheidegger nehmen wir intensiv teil an den Begegnungen, spüren die Ausstrahlung des grossen Malers, seine Freude am Erlebnis. Einmal mehr gelingt es Ernst Scheidegger, uns mit einem Künstler vertraut zu machen, ihn uns hautnah zu bringen, vielleicht sogar das in unseren Köpfen vorhandene Bild zu korrigieren. Bilder sagen eben mehr als Worte, das beweist uns Ernst Scheidegger nicht zum ersten Mal.» Schweizerische Photorundschau

 

«Die Welt der Fischer, das Meer und das Dorf mit seinem Markt sind die wichtigen Themen, bilden gleichsam die Voraussetzungen, um das Werk des Künstlers zu begreifen. Der Wechsel zur künstlerischen Tätigkeit Mirós setzt sich quasi fliessend aus dieser Realität fort. Alltägliche Wirklichkeit und die Wirklichkeit des Ateliers gehen ineinander über. Fotografisch ist festgehalten, dass ständig Teile dieses Umfelds in die künstlerische Arbeit einfliessen, als ‹objets trouvés› spielerisch übernommen und umgesetzt werden. Die Aufnahmen geben das Prozesshafte in der Arbeit Mirós wieder: in der Momentaufnahme als Teil dieses Prozesses bildet sich selber Dauerhaftes ab.» Kunstbulletin