Augusto Giacometti

Wege zur Abstraktion

Augusto Giacometti gehört zu den Pionieren der abstrakten Malerei in der Schweiz: Dieses Buch zeigt den Stellenwert seiner ungegenständlichen Bilder im Kontext des zeitgenössischen Kunstschaffens. Eine Entdeckung.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Beat Stutzer. Mit Beiträgen von Beat Stutzer und Raimund Meyer sowie dem Vortrag «Die Farbe und ich» von Augusto Giacometti

1. Auflage

, 2003

Gebunden

200 Seiten, 139 farbige und 18 sw Abbildungen

20 x 26 cm

ISBN 978-3-85881-145-5

In Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum Chur

Inhalt

Zu seinen Lebzeiten wurde er vor allem wegen seiner farbenprächtigen Blumenstillleben, den heiteren Landschaften, lichtdurchwirkten Städtebilder und seiner Kirchenfenster geschätzt. Doch Augusto Giacometti (1877–1947) ist auch ein Pionier der abstrakten Malerei. Ein Cousin von Alberto Giacomettis Vater Giovanni, studierte er nach einer Ausbildung zum Zeichenlehrer in Zürich Malerei bei Eugène Grasset in Paris. Von 1902 bis 1915 lebte er in Florenz, ab 1915 bis seinem Tod in Zürich, reiste jedoch immer wieder nach Paris. Er pflegte überall regen Austausch, etwa mit den Futuristen in Italien oder den Dadaisten in Zürich.

Vor allem mit seinen «chromatischen Phantasien» aus der Zeit von 1910 bis 1920 leistete er einen entscheidenden Beitrag zur Moderne in der Schweiz. «Eine neue Welt war im Entstehen begriffen», sagte er einmal. «Wie ganz anders war das als das Abmalen eines ‹Motivs›!» Um den Stellenwert dieser Bilder aufzuzeigen, werden sie hier erstmals in einen Dialog mit Werken von Ferdinand Hodler, Paul Klee oder Sophie Taeuber-Arp gestellt und in mehreren Textbeiträge kommentiert. Beat Stutzer ergänzt diese Einblicke durch monografische Ausführungen.

Das Buch erschien zu einer Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur.

Autoren & Herausgeber

Augusto Giacometti

Raimund Meyer

 (*1954), Lehrer. Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich. Mitarbeit an Ausstellungen und Publikationen zu Dadaismus, u.a. Dada in Zürich und Dadaglobal im Kunsthaus Zürich.

Beat Stutzer

 (*1950, Altdorf), Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie an der Universität Basel. 1982–2011 Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und seit 1998 Konservator des Segantini Museums St. Moritz. 2004–2008 Präsident der Eidgenössischen Kommission der Gottfried Keller-Stiftung. Zahlreiche Ausstellungen und Texte zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Publikationen u.a. zu Andrea Garbald, Augusto, Giovanni und Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Giovanni Segantini.