Varlin – Dürrenmatt

Horizontal

Varlin und Friedrich Dürrenmatt verband eine enge Freundschaft, was seinen Niederschlag auch in Gemälden und Texten fand. Ein zentrales Motiv war das Bett. Ein Künstlerdialog in Bild und Text.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben vom Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Mit Beiträgen von Friedrich Dürrenmatt, Varlin, Ludmila Vachtova, Hugo Loetscher, Charlotte Kerr Dürrenmatt, Patrizia Guggenheim, Tobias Eichelberger und Ulrich Weber. Fotografien von Daniel Cartier

1. Auflage

, 2005

Text Deutsch und Französisch

Gebunden

192 Seiten, 40 farbige und 111 sw Abbildungen

26 x 20.5 cm

ISBN 978-3-85881-165-3

Inhalt

Varlin (1900–1977), der Porträtist und «hoffnungslos Figurative» aus Zürich, war für Dürrenmatt (1921–1990), den Schriftsteller und Maler aus Neuchâtel, sowohl künstlerische Inspiration wie menschliche Bereicherung. Und umgekehrt: Seit den 1960er-Jahren verband beide eine innige und fruchtbare Freundschaft.
Diese Publikation arbeitet die mehrschichtigen Bezüge von erzählerischer Malerei und bildhafter Literatur heraus, wobei sich die gewissermassen horizontale Optik auf ein gemeinsames Motiv bezieht: das Bett. Das Möbelstück, das mit der menschlichen Existenz durch Liebe, Geburt und Tod, Faulenzen, Schlafen und Krankheit aufs Intimste verbunden ist, spielt sowohl in Varlins Gemälden wie auch in Dürrenmatts Dramatik eine zentrale Rolle.

 

Autoren & Herausgeber

Daniel Cartier

Friedrich Dürrenmatt

Tobias Eichelberg

Patrizia Guggenheim

 (*1966), Kunsthistorikerin und Historikerin. Tochter von Varlin und Franca Guggenheim-Giovanoli. Nachlassverwalterin von Varlin.

Charlotte Kerr Dürrenmatt

Hugo Loetscher

 (1929–2009), Schriftsteller. Studium der Politischen Wissenschaften und der Soziologie. Literaturkritiker, Redaktor du und Weltwoche. Seit 1969 freier Schriftsteller. Sein letztes Buch erschien an seinem Todestag: War meine Zeit meine Zeit (Diogenes Verlag, 2009).

Ludmila Vachtova

 (*1933, Tschechien), Kunstkritikerin und Publizistin u.a. für Neue Zürcher Zeitung, Tages-Anzeiger, Weltwoche. Studium der Kunstpädagogik und Kunstgeschichte an der Karlsuniversität Prag. Seit 1973 in Zürich. Zahlreiche Publikationen, u.a. František Kupka. Ein Pionier der abstrakten Kunst (Prag 1968/New York 1969); Varlin (1978); Eigentum ohne Besitz. Werkmonografie Hanny Fries (1998).

Varlin

 (eigentlich Willy Guggenheim, 1900–1977), Künstler. Lithografenlehre in St. Gallen. 1921–1923 Studium an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. 1923–1935 Aufenthalt in Paris und Besuch der Académie Julian, die Académie André Lhote und die Académie de la Grande Chaumière. 1935–1963 Atelier in Zürich, danach in Bondo im Bergell. 1960 Vertreter der Schweiz an der Biennale von Venedig und Auszeichnung mit dem Guggenheim International Award.

Veranstaltungen

Das Buch erschien zu Ausstellungen in Centre Dürrenmatt Neuchâtel und im Museum Liner Appenzell.

Echo

«Varlin malte das Bett als Sache und Person, als Mann und Frau, als Empfindung und Begriff.» Ludmila Vachtova

«Mit diesem Buch kann man sich ein Stück Schweizer Kultur einverleiben.» P.S.

«Eine erfrischend unprätentiöse, sehr originelle und lange erwartete Edition, die man für einen Freund ersteht – und dann eifersüchtig wird auf ihn. Das Werk überrascht mit intimer Detailkenntnis und herrlichen Textbeiträgen.» Werner Knecht, Die Synthese

«Den schöpferischen Dialog zwischen Varlin und Dürrenmatt zeichnet ein liebevoll gemachter Katalog nach.» Tages-Anzeiger