Füssli – The Wild Swiss

Gespenster, Alpträume und Visionen: Der Schweizer Maler Johann Heinrich Füssli wurde mit seiner dramatischen Bilderwelt in London berühmt. Dieses Buch versammelt die wichtigsten Gemälde und Zeichnungen.

 

 

Titelinformation

Beiträge von Franziska Lentzsch,, Christoph Becker, Christian Klemm, Martin Myrone und Bernhard von Waldkirch

1. Auflage

, 2005

Gebunden

296 Seiten, 185 farbige und 45 sw Abbildungen

22 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-168-4

In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich

Inhalt

Johann Heinrich Füssli (1741–1825) hat mit seinen exzentrischen Bildideen die europäische Kunst nachhaltig beeinflusst. In Zürich geboren, erhielt er zuerst Malunterricht, studierte dann Theologie und wurde schon 20-jährig Pfarrer, musste jedoch Zürich verlassen, weil er sich an einem Pamphlet gegen den damaligen Landvogt beteiligt hatte. Über Deutschland ging Füssli nach London, wo er mit Ausnahme eines langen Aufenthalts in Rom (1770–1779) bis zu seinem Tod lebte. Unter dem Namen Henry Fuseli wurde er als Maler, Illustrator und eigenwilliger Interpret der grossen Texte der Weltliteratur – Homer, Dante, Shakespeare, Milton – berühmt. Als leidenschaftlicher Schöpfer kraftvoller, oft auch ironischer Bildfindungen sowie zahlreicher Porträts modisch gekleideter und extravagant frisierter Frauen, die nahtlos zu seinen erotischen Zeichnungen führen, war «The Wild Swiss» ein gefeierter Künstler.
Dieses Buch – erschienen zu einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich – stellt Johann Heinrich Füssli als Zeichner vor, geht auf seine literarischen Quellen ein und führt seine Umsetzungen vor Augen. Es zeigt den Schweizer in der Grossstadt London und thematisiert seine grosse Faszination für Geister, Pucks und Kobolde.

 

English edition

Autoren & Herausgeber

Christoph Becker

 , seit 2000 Direktor des Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte in Stuttgart, Wien und München mit Spezialgebiet Kunst des 19. Jahrhunderts. 1995–2000 Kurator an der Staatsgalerie Stuttgart.

Christian Klemm

 (*1946, Rheinfelden), Geschäftsführer der Alberto Giacometti Stiftung. Studium der Kunstgeschichte in Basel und Berlin. 1979–1980 an der Kunsthalle Baden-Baden und von 1980–1981 am Kunstmuseum Düsseldorf tätig. 1982–2011 Sammlungskonservator des Kunsthaus Zürich, ab 1995 auch dessen Vizedirektor.

Franziska Lentzsch

, seit 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin am Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Zürich. 1989–1999 tätig am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft.

Martin Myrone

, Kurator an der Tate Britain für die englische Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Zahlreiche Publikationen, darunter Monografien zu George Stubbs und Johann Heinrich Füssli.

Bernhard von Waldkirch

, Kunsthistoriker, seit 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 1998 Kurator an der Grafischen Sammlung des Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik in Zürich und Genf. 1991–1998 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.

Echo

«Die ausgezeichnete Darstellung eröffnet dem Leser einen neuen Zugang zu der fantasievollen und exzentrischen Bilderwelt des Künstlers.» Udo Weber, ekz-Informationsdienst