Wissenschaft, Sentiment und Geschäftssinn

Landschaft um 1800

Eine wenig beachtete Epoche der Landschaftsdarstellung in neuem Licht

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Roger Fayet, Regula Krähenbühl und Bernhard von Waldkirch

1. Auflage

, 2017

Broschiert

336 Seiten, 110 farbige und 30 sw Abbildungen

16 x 23 cm

ISBN 978-3-85881-523-1

Eine Publikation des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA)

Inhalt

Landschaftsdarstellungen um 1800 standen im deutschsprachigen Raum lange im Schatten der Landschaftskunst aus dem Goldenen Zeitalter im 17. Jahrhundert. Doch damals bildete sich ein spezifisch bürgerliches Landschaftsverständnis heraus, das im Schaffen des Schweizers Adrian Zingg (1734–1816) exemplarisch nachvollziehbar ist.

Dieser Sammelband präsentiert Beiträge zur Ablösung des barocken durch einen naturwissenschaftlich begründeten Landschaftsbegriff. Im Fokus steht das Schaffen Zinggs, der ab 1766 als Lehrer und Betreiber einer florierenden Werkstatt in Dresden stilbildend wirkte bis in den aufkommenden Tourismus hinein.

Zudem werden deutsche Künstler beleuchtet wie Johann Alexander Thiele (1685–1752), Johann Christian Vollerdt (1708–1769), Christian Wilhelm Ernst Dietrich (1712–1774), Jakob Philipp Hackert (1737–1807), Ferdinand Kobell (1740–1799) und Ludwig Richter (1803–1884) sowie die Tradition der Schweizer Vedutengrafik, unter anderem von Salomon Gessner (1730–1788).

Mit Beiträgen von Oskar Bätschmann, Andrea Bell, Werner Busch, Steffen Egle, Christian Féraud, Anke Fröhlich-Schauseil, Frauke Josenhans, Martin Kirves, Matthias Oberli, Tobias Pfeifer-Helke, Saskia Pütz, Andreas Rüfenacht, Bernhard von Waldkirch und Sabine Weisheit-Possél.

Autoren & Herausgeber

Oskar Bätschmann

 (*1943, Luzern), Kunsthistoriker und emeritierter Professor für Kunstgeschichte. Seit 2009 Professorial Fellow am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. Studium der Kunstgeschichte und Germanistik in Florenz und Zürich. 1991–2009 Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Bern. Mit Paul Müller Projektleiter des Catalogue raisonné Ferdinand Hodler.

Andrea Bell

 (*1981, Denver, Colorado), Kunsthistorikerin mit einem Schwerpunkt in der Beziehung von Architektur und Landschaft in Landschaftsmalerei und -zeichnung.

Werner Busch

 (*1944, Prag), Kunsthistoriker. 1981–1988 Professur in Bochum, 1988–2010 an der FU Berlin. Zahlreiche Publikationen, zuletzt Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit (2015).

Steffen Egle

 (*1975), Kunsthistoriker und seit 2014 Leiter des Bereichs Bildung und Vermittlung an der Staatsgalerie Stuttgart.

Roger Fayet

 (*1966), Kunsthistoriker und seit 2010 Direktor des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Zürich. 2003–2010 Direktor des Museums zu Allerheiligen Schaffhausen.

Christian Féraud

 (*1968), Kunsthistoriker mit Schwerpunkt in Druckgrafik. Seit 2016 am Department of Prints & Drawings des British Museum in London.

Anke Fröhlich-Schauseil

 (*1968), Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt in sächsischer Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

Frauke V. Josenhans

 (*1979), Kunsthistorikerin und seit 2014 Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst an der Yale University Art Gallery.

Martin Kirves

 (*1975), Kunsthistoriker mit Schwerpunkten in Kunsttheorie und Landschaftsmalerei.

Regula Krähenbühl

 (*1962), Kunsthistorikerin, Literaturwissenschaftlerin und Leiterin Wissenschaftsforum beim Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA, Zürich.

Matthias Oberli

 (*1966), Kunsthistoriker und seit 2005 am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), seit 2008 Leiter der Abteilung Kunstdokumentation.

Tobias Pfeifer-Helke

 (*1971), Kunsthistoriker mit Schwerpunkten in Malerei und Grafik des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Saskia Pütz

 (*1971), Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin und seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Hamburg.

Andreas Rüfenacht

 (*1982), Kunsthistoriker, seit 2012 Kurator und seit 2015 Lehrbeauftragter am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel.

Bernhard von Waldkirch

, Kunsthistoriker, seit 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 1998 Kurator an der Grafischen Sammlung des Kunsthaus Zürich. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik in Zürich und Genf. 1991–1998 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.

Sabine Weisheit-Possél

 (*1957), Kunsthistorikerin und Redaktorin sowie Mitarbeit an mehreren Ausstellungen.