Landschaftsradierungen

Katharina Anna Loidl

Alpenbilder zwischen Idylle und Wandel: Katharina Anna Loidl hinterfragt Alpenromantik

 

 

Titelinformation

Mit Beiträgen von Vitus Weh und Paolo Bianchi

1. Auflage

, 2017

Text Deutsch und Englisch

Gebunden

64 Seiten, 52 farbige Abbildungen

26.5 x 21 cm

ISBN 978-3-85881-530-9

Inhalt

Die österreichische Künstlerin Katharina Anna Loidl, geboren 1978 in Linz, arbeitet in ihrem Projekt Landschaftsradierungen hauptsächlich mit Schweizer Alpenlandschaften aus den 1830er-Jahren. In den Stahlstichen radierte sie mit Gravurnadel und Stichel einzelne Bereiche wortwörtlich aus dem Papier aus und ersetzte sie durch geometrische (Fremd-)Körper. Die Einfachheit der Formen und das Weglassen jeglicher architektonischer Details ermöglichen es dem Betrachter, sich industrielle Strukturen, Wohngebäude oder Sportanlagen als Ergänzungen – oder aber Störfaktoren – in der idyllischen Landschaft vorzustellen.

Katharina Anna Loidl, die in den Medien Fotografie, Video, Objekt und Installation an die Öffentlichkeit tritt, verweist mit Landschaftsradierungen auf aktuelle Diskurse zur Be- und Verbauung des Alpenraums sowie zum Konflikt zwischen Nutzung und Erhaltung von Landschaften in der globalisierten Welt.

Autoren & Herausgeber

Paolo Bianchi

, freier Kurator und Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK sowie Autor bei der Zeitschrift Kunstforum International.

Katharina Anna Loidl

 (*1978), Künstlerin. Studium der experimentellen Gestaltung und bildenden Kunst sowie der Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz. Ihre Arbeiten im Bereich Fotografie, Video, Objekt und Installation wurden in internationalen Ausstellungen präsentiert.

Vitus Weh

, Kulturwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Museumsplaner in Wien.

Echo

«Katharina Anna Loidls Landschaftsradierungen faszinieren; sie nehmen uns mit in eine pittoreske Vergangenheit, in der sich zeitgenössische Erscheinungen manifestieren. Sie fügt ihnen durch Auslöschen neue Elemente hinzu, die neben dem Hinweis auf einen menschlichen Eingriff in die Natur auch ästhetisch äusserst anregende Momente enthalten.» Stefanie Handke, www.portalkunstgeschichte.de