Dance Me to the End of Love

Dance Me to the End of Love

Ein Totentanz

Totentanz: Von der Feier des sinnlichen Augenblickes in die Vergänglichkeit und das Ende des Daseins

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Stephan Kunz und Stefan Zweifel. Mit Beiträgen von László F. Földényi, Luise Maslow, Stephan Kunz und Stefan Zweifel

1. Auflage

, 2020

Broschur

344 Seiten, 137 farbige und 39 sw Abbildungen

16 x 23 cm

ISBN 978-3-03942-000-1

In Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum Chur

Inhalt

Totentänze, auch Makabertänze genannt, vergegenwärtigen als Bildmotive die Präsenz des Todes und dessen Einfluss auf unsere irdische Existenz. Ausgehend von einem Zyklus von 25 Todesbildern, 1543 nach den berühmten Holzschnitten von Hans Holbein d.J. für das Bischöfliche Schloss in Chur geschaffen und ab Herbst 2020 nach langer Zeit erstmals wieder öffentlich zugänglich, widmet sich Dance Me to the End of Love diesem Motiv. Im Zentrum steht dabei nicht die klassische Ikonographie des Totentanzes, sondern die Bewegung, die Ekstase und die Metamorphose bis hin zur Auflösung im Tod.

Das Buch, das anlässlich einer Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur im Sommer 2020 erscheint, bildet einen medialen Rausch ab, der sich von der Antike bis in die Gegenwart zieht und Scherenschnitte von Hans Christian Andersen, Werke auf Papier von Albrecht Dürer bis Nancy Spero und Jackson Pollock, Fotografien von Peter Hujar und Cindy Sherman, Video-Stills aus Werken von Rebecca Horn und Vanessa Beecroft ebenso umfasst wie kulturhistorische Objekte. Alternierend mit den Abbildungen vermitteln ausgewählte literarische Textausschnitte die ekstatische Beziehung von Tanz und Tod. In ihrem Vorwort befragen Stephan Kunz und Stefan Zweifel vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie unser Verhältnis zum Tod – und zum Leben. Der ungarische Kunsttheoretiker und Essayist László F. Földényi geht derweil in seinem Text der Identität des Todes auf die Spur. Der Essay der deutschen Kunsthistorikerin Luise Maslow ergründet die Geschichte und Bedeutung von Tanz und Musik im Zusammenhang mit dem Tod.

 

Stephan Kunz ist seit 2011 Direktor am Bündner Kunstmuseum Chur. Davor war er 1988–2011 Kurator und stellvertretender Direktor des Aargauer Kunsthauses Aarau.

 

Stefan Zweifel ist Philosoph, Autor und freier Kurator. 2007–2014 war er Mitglied des Literaturclub des Schweizer Fernsehens SRF.

Autoren & Herausgeber
Echo

«Der Katalog ist ein Augenschmaus. Die Textcollagen verbinden sich mit den bildnerischen Werken zu einem eigenwilligen Tanz, der einlädt auf alle denkbaren Abwege zu geraten und sich taumelnd zu verlieren in der ewigen Lust und im Spiel mit der ‚Drüben'-Welt.» Sabine Küster, Musenland

 

«Gipfelnd in einer grandiosen Collage in Wort und Bild, aus Imagination und Verblendung. Auferstehung. Verstörend, monumental. Minimalistisch und ausufernd. Hedonistisch, philosophisch. Ein kleiner Tod.» Gregor Auenhammer, Der Standard

 

«Ein Lesebuch für alle, die sich des Lebens erfreuen.» Horst Tress, Magazin Köllefornia